Liebe Café Elli-Interessierte,

 

hier lesen Sie, was wir seit April neues gemacht haben:

 

Sprachtraining

Mit unserer neuen Anleiterin im Handwerksbereich Steffi Löw entstanden im Rahmen der „ich mach selber-Workshops“ ein Aufsteller fürs Café, eine Palettenbank, viele Kleinreparaturen und neue Bezüge für unsere Holzstühle.

Alle Sprachtrainings sind im Wechsel mit der Gartenarbeit dran. Unsere Parzelle im Interkulturellen Garten wird als „Garten der Frauen“ schwerpunktmäßig spezielle Frauenpflanzen beherbergen.

Ansonsten beschäftigen sich die Teilnehmerinnen mit diesen Themen: Frauenrechte, Frauenhaus, Notruf,  Wetter, Mülltrennung, Geld/Konto und viel viel Grammatik!

 

Qualifizierung:

Mit unseren Teilnehmerinnen besichtigten wir die Kantine der DATEV und erkundeten die Möglichkeiten bei der Hans Weinberger Akademie

Beim Lerntypen-Workshop erfuhren sie, was ihnen jeweils hilft, besser zu lernen.               

Ab 26.9. beginnen die neuen Qualifizierungsmodule in Hauswirtschaft, Dienstleistung und Küche – es sind noch Plätze frei!

 

 

Quartier:

In den Osterferien entstand mit französischen und Fürther Jugendlichen unser Naschgarten bei ELAN in der Kapellenstraße (Foto) – Jetzt ist unsere „grüne Achse“ mit Hofgarten, interkulturellem Garten und Naschgarten komplett.

Beim großen Elternabend in der Schickedanz Schule waren unsere Brückenfrauen aktiv und informierten viele Eltern in vielen Sprachen darüber, welche Angebote es in Fürth für sie und die Kinder gibt.

Mit zwei eigenen Lernrädern starten wir ab sofort wieder mit Fahrradtraining.

Matbach-Café: Unsere Matbach-Mitgründerin und Brückenfrau Saadia Zouggar verabschiedet sich. Sie macht sich mit marokkanischem Catering selbständig. Wir danken ihr für viele köstliche Gerichte und inspirierende Themen!

Beim ersten Fürther Hofflohmarkt beteiligten sich viele Frauen am Verkauf und noch mehr Gäste von außen kamen, um den Hof und die Waren zu begutachten (Foto).

 

Der Café-Betrieb geht  in die Sommerpause. Ab 11. Oktober geht’s weiter.

 

Eine Geschichte des Gelingens über unsere Brückenfrau Ina lesen Sie im Anhang.

 

Ausblick auf unsere kommenden Quartiers-Aktivitäten:

22.7. Zehn Jahre interkultureller Garten ab 14h

29.7. Aktion im Frauenmuseum ab 14h

16.9. Tag der Mobilität ab 11h

14.10. Zukunftsmarkt ab 11h

26.11. Kleidertausch 14h-17h

 

Wir freuen uns über Rückmeldungen und Weiterleiten an andere interessierte Menschen.

 

Herzlich grüßt Sie

 

Alexandra Pashalidis

Projektleitung Café Elli

 

ELAN GmbH

Mathildenstraße 17

90762 Fürth

Tel.: 09 11/23 99 35-70

Fax: 09 11/23 99 35-61

a.pashalidis@elan-fuerth.de

www.elan-fuerth.de

 


Eine Geschichte des Gelingens

Ina ist Bulgarin. In Varna hat sie gelebt, studiert – Buchhaltung und Controlling.  Ihr Mann wollte in ein Land, in dem die Menschen Regeln achten und zuverlässig sind. Beide wollten eine Zukunft für ihren Sohn.

2013 kamen sie nach Fürth.

Vormittags  besuchte Ina einen Sprachkurs, nachmittags arbeitete sie bei McDonalds, abends kam sie todmüde heim. Ihr Kind sah sie kaum. Nach dem Kurs wollte sie die Angst vor dem Sprechen überwinden. Ihre Lehrerin erzählte von Café Elli – sie kam ins Sprachtraining, wollte vorwärts kommen, also stieg sie in die Qualifizierung  Dienstleistung ein, machte ihr Praktikum bei Oiko Credit (Finanzierung von Organisa- tionen in Entwicklungsländern), danach Prüfung, Zertifikat, Arbeitssuche. 100 Bewerbungen schrieb sie.

Über Kontakte einer Café Elli Mitarbeiterin bekommt sie eine Stelle als Küchenhilfe in der Nürnberger Südstadt. Sie mag die Arbeitszeiten – jetzt verbringt sie Zeit mit ihrem Sohn, hilft ihm bei den Hausaufgaben. Der nächste Schritt kommt vielleicht in 2 oder 3 Jahren – dann wird sie versuchen, in ihre "alte" berufliche Richtung zu gehen - raus aus der Küche. “Fürth ist meine zweite Heimat“, sagt Ina und „in 10 Jahren will ich im Rathaus arbeiten“.

Bekannte sitzen im Café und lachen sie aus: "für das bisschen Geld schuftest du dich ab? Und fährst auch noch nach Nürnberg?" Ina antwortet: "Das Sozialamt ist nicht meine Mutter – ich will unabhängig sein und nicht meine Hand aufhalten."

Sie will Café Elli etwas zurückgeben und arbeitet als Brückenfrau – sie übersetzt beim Elternabend, ist aktiv bei Beteiligungsaktionen. Ina erfährt vom Integrationsbeirat – und ist seit Dezember gewähltes Mitglied.

Völliges Neuland: Städtische Strukturen, Sitzungen, Ausschüsse...

Auch das wird sie bewältigen. Sie weiß, wo sie hinkann, wenn sie Unterstützung braucht.

 



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